Workingtest Praxmar 19.09.2020 in Tirol – Startklasse Beginner (A) mit Kennedy

Premiere!

Kennedys erster Workingtest!

Das war mit Kennedy alles anders geplant.

Leider hat Corona uns eine Strich durch die Rechnung gemacht. Geplant war, dass wir bereits Anfang 2020 mit ihm starten. Leider wurden ja alle Workingtest`s abgesagt. Da nun alle Ziele ausgefallen sind und es auch beruflich bei uns sehr stressig wurde, haben wir eigentlich nur sehr wenig mit unseren Hunden trainiert. Als dann im Sommer klar war, dass der Workingtest in Praxmar stattfinden wird, haben wir lange überlegt, ob wir uns das zutrauen sollen… Auf der einen Seite jetzt Gas geben und den Trainingsrückstand einholen / Auf der anderen Seite ist Corona ja nicht verschwunden und wir waren uns nicht sicher, ob wir in dieser Zeit durch die Gegend reisen sollen.

Bisher haben wir auch jedem unsere Hunde vor einem Start mehr Zeit gegeben, sich an andere Starter zu gewöhnen und sind viel mehr auf verschiedenen WT´s gewesen (Besuch von WT´s, Schnuppern, Dummy A, etc..)

All das hat Kennedy nicht bekommen. Wir haben mit ihm im Oktober 2019 einmal eine WT als Zuschauer besucht – das war’s. Trainings mit anderen, fremden Hunden kennt er bisher gar nicht…

Super Vorbereitung also….

Kurz vor Abreise wurden die Zweifel noch einmal größer. Gerade in Österreich stiegen die Fallzahlen sehr stark. Wir haben uns entschieden zu fahren. Unser Ziel war ja Praxmar und nicht Innsbruck oder Wien.

Mit vollem Tank und ohne Zwischenstopp sind wir los und am Ziel angekommen haben wir schnell gemerkt, dass es die richtige Entscheidung war.

Im Alpengasthof Praxmar ist man zum Thema Corona gut aufgestellt. Überall stehen Desinfektionsmittel. Jeder trägt Maske. Auch die anderen Urlauber und Starter halten sich alle an die Vorgaben. Das Wetter hat es auch gut mit uns gemeint und wir konnten uns alle meistens draußen an der frischen Luft aufhalten.

Die Landesgruppe Tirol vom ÖRC hat ebenfalls strenge Vorgaben für diesen Workingtest bereits vorab per Mail verschickt! Alle haben sich daran gehalten.

So, jetzt aber zum Workingtest und zur Aufgabenbeschreibung.

Ich muss vorab schon sagen, dass ich wahrscheinlich so aufgeregt war, wie bei meinem allerersten WT 🙂 Ich war mir nicht sicher, ob Kennedy das hinbekommen wird… Für Kennedy war alles sehr aufregend und spannend. Wie bereits geschrieben kannte er solche Situationen ja bisher nicht.

Aufgabe 1 – 2 Markierungen am Wasser mit Walkup

Richter: Herman Jeske

Wir stehen am Angelsee am kleinen Steg, der auf die kleine Insel führt. (die Praxmar Besucher kennen die Stelle) Vorne am Ende des Sees Schuss und eine Markierung fliegt nach unten in den Graben ins hohe Gras. Dann drehen wir uns mit Hermann um und laufen langsam an das andere Ende des Sees. Dort bleiben wir stehen und richten uns zum Wasser aus. Auf der anderen Seite des Sees steht ein Helfer. Schuss, und Markierung fliegt ins Wasser. Dann umdrehen und Markierung 1 wird zuerst gearbeitet. Kennedy ist sehr sicher raus und hat sich durch nichts ablenken lassen. Er hat unten im Graben schön gesucht und auch schnell gefunden. Dann durften wir die Wassermarkierung arbeiten. Kennedy hat auch diese Markierung noch schön auf dem Schirm gehabt und ist in einem Zug raus. Gefreut hat mich, dass trotz das Dummy so nah an der Kante schwamm, er trotzdem auf dem Wasserweg zurückkam.

Geschafft, erste Aufgabe hinter uns… Kennedy hat das so toll gemacht. Hermann hat sich etwas über mich lustig gemacht 🙂 „Jörgen, was ist denn los mit Dir? So aufgeregt kenne ich Dich gar nicht :-)“

Wir haben von Hermann 18 tolle Punkte bekommen!

 

Aufgabe 2 – Doppelmarkierung am steilen Hang

Richter: Johan Grootaers

Wir stehen an einem steilen Hang, der vor uns nach rechts steil abfällt. Das Gelände ist nicht einfach. Viele Hügel und niedriger Bewuchs. Unten rechts steht Helfer 1 und oben links Helfer 2. Erste Markierung von unten nach oben – 2. Markierung von oben nach unten. Beide Fallstellen durch die Gelände Gegebenheiten nicht richtig sichtbar. Die Reihenfolge war Johan egal. Er wollte nur nicht, dass der Hund, wenn er in einem Gebiet ist, dort rausgeholt wird und ins andere geschickt wird. Man soll den Hund also arbeiten lassen. Ich habe Kennedy also geschickt. Er ist wie immer sehr schnell raus und war für mich nicht mehr zu sehen. Leider ist er hier sehr großräumig geworden und ist nicht in einem Gebiet geblieben. Ich wollte nicht eingreifen und habe ihn machen lassen – auch mit dem Wissen, dass das nicht perfekt ist. Er war auch die meiste Zeit nicht zu sehen. Irgendwann kam er dann mit Dummy 1 aus dem oberen Gebiet. Dann habe ich ihn zu Markierung 2 nach unten geschickt. Stopp im Suchengebiet und Suchenpfiff. Dort hat er leider nicht gleich gefunden, ist aber schön dran geblieben und hat schön gesucht und dann das auch Dummy gefunden.

Kommentar von Johan: Das war zwar nicht nach seinem Plan 🙂 aber Kennedy hat ihm sehr gut gefallen und er bekommt viele „Bonuspunkte“ für seine Arbeitsfreude 🙂 Wir haben 12 Punkte bekommen. Ich war zufrieden, denn wie bereits beschrieben… 1.WT… Kennedy war schon ziemlich aufgeregt. Diese vielen Menschen rund um die Aufgabe 🙂 Zuschauer, Helfer, Stuart, Richter….

 

Aufgabe 3 – Walk up – Markierung und Memory

Richter Sebastian Hochreiter

Nach einer langen Wanderung von ganz unten in Praxmar den Berg hoch sind wir oberhalb vom Alpengasthof im Gelände angekommen (Schwitz)

Wir stehen oben auf der Wiese. Links von uns in etwa 40 Meter Entfernung an der Waldkante stehen Werfer und Schütze. Schuss und Markierung. Jetzt laufen wir mit Sebastian am Hang entlang. Dann stopp und nach oben ausrichten. Nach Freigabe darf ich Kennedy schicken. Dann wieder Walkup zurück mit Sebastian. Dort angekommen soll ich Kennedy zur gleichen Stelle wie Fallstelle 1 schicken. Hier ist Kennedy leider über die Fallstelle hinaus und ich musste ihn wieder etwas handeln. Er hat dann aber gefunden.

Wir haben hier von Sebastian 17 Punkte bekommen.

 

Aufgabe 4 – Treiben und Markierung

Richter Bernhard Schöpf

Es geht noch weiter den Berg hoch. Als würden wir nicht schon genug schwitzen 🙂

Wir stehen etwa 10-20 Meter vor der Waldkante. Die Wiese wird hier von einem Zaun zu dem Wald getrennt. Hinter dem Zaun (Hunde können gut unten durch) im Wald steht ein Helfer. Es findet ein Treiben von rechts nach links statt. Dann anschließend Schuss und Helfer 2, der ganz links auf der Wiese an der Waldkante steht, schmeißt eine Markierung auf die Wiese.

Zuerst wollte Bernhard ein Dummy aus dem Treiben. Leider hat Kennedy das Treiben nicht so auf dem Schirm gehabt. Er ist Richtung Wald und ist kurz vorher etwas nach links abgebogen – Richtung Markierung. Also Stopp und nach rechts in den Wald geschickt. Kennedy hat das Kommando sofort angenommen und ist dann auch schön im Suchengebiet geblieben, da er dort sofort Witterung aufgenommen hat. Dann anschießend durfte ich ihn zur Markierung schicken. Die hat er schön auf dem Schirm gehabt und auch recht schnell gefunden. Leider hat Kennedy bei Bernhard dort oben etwas gezeigt, dass er noch nie gezeigt hat. Er kam mit Dummy zurück und wusste nicht, wo ich bin ? er ist an mir vorbei, dann zum Bernard und zum Stuart. Ich musste ihn mit Doppelpfiff zu mir holen. Ich mache mir darüber aber keinen Kopf. Wie gesagt – 1. WT – So viele Personen im Gebiet kennt er einfach nicht! Aber dafür gibt es natürlich ordentlich Punktabzug. Er war sehr aufgeregt.

Hier haben wir 12 Punkte bekommen.

Was soll ich sagen, wir haben unseren ersten Workingtest mit Kennedy mit einem Gut bestanden!! Hey – von 19 Startern haben nur 9 bestanden und Kennedy und ich haben sogar den 7. Platz erreicht.

Ich hatte keine Ziele und bin sowas von Happy über dieses Ergebnis! Ich bin mit Kennedy nach Praxmar gefahren, damit er endlich Workingtest Erfahrungen sammeln kann – mehr war nicht mein Ziel. Aber Kennedy hat meine Erwartungen wirklich übertroffen und toll gearbeitet.

Ich hatte jetzt das Gefühl, dass Kennedy von Aufgabe zu Aufgabe immer ruhiger wurde (vielleicht auch ich 🙂 ) und deshalb haben wir das nächste Wagnis unternommen – wir sind am Nachmittag noch in der F gestartet. Würde es kein Corona geben und es überall viele Möglichkeiten zum starten geben, hätte ich das wahrscheinlich nicht gemacht. Aber jetzt waren wir schon einmal hier und Kennedy braucht Praxis. Also, was können wir schon verlieren….

Den Bericht zur F findet ihr im nächsten Artikel

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