Göttinger Workingtest 2014 – Startklasse F

Am Samstag haben wir das Auto gepackt und soviele Sachen dabei, als würde man 5 Wochen in Göttingen bleiben… Warum sieht das immer so aus? Mit einem Zwischenstopp sind wir Samstag Abend im Hotel in Liebenburg angekommen. Sonntag Morgen 6.00Uhr klingelt der Wecker.. Warum tut man sich das nur an….Um 7.00Uhr waren wir dann schon auf dem WT Gelände und haben uns in aller Ruhe erst einmal umgeschaut. Dann wurden auch schon die Richter vorgestellt und die 5 Gruppen eingeteilt. Bevor ich mit der Aufgabenbeschreibung beginne muss ich umbedingt erwähnen wie toll dieser Workingtest organisiert war. Einfach super. Alles top beschildert, es gab geniale Verpflegung mit Würstchenständen – Getränke… Shoppen konnte man auch, denn verschiedene Sponsoren hatten Ihre Stände aufgebaut. Das Gelände ist auch der Hammer..super wenn man so ein Gelände nutzen darf – SUPER

Das war erst unser 2. F Workingtest und ich ahnte schon, dass dieser sicher schwieriger als die Baden Trophy werden würde..deshalb war die Aufregung auch sehr hoch..wenn man dann noch die Starterliste anschaut und sieht, wie viele erfahrene Starter dabei sind, wird man nicht entspannter 🙂 Das mit der Aufregung muss ich umbedingt mehr in den Griff bekommen…Ich habe oft viel zu spät reagiert und auf „Hoffnung“ gesetzt..Aber mit „hoffen“ kann man nicht arbeiten. Pino ist dann oft zu tief ins Gelände und anstatt ich ihn vorher stoppe und vernünftig einweise, lasse ich meinen Hund ausser Sicht. Ich bin jetzt in der F und da darf man auch mal zur richtigen Zeit pfeifen!!! Ich habe erst zulange gewartet und gehofft und dann musste ich zuviel pfeifen…. Na ja, aus Erfahrung lernt man. Nach dem WT ist vor dem WT…
Mir hat nach Aufgabe 1 (unsere 2. Aufgabe) irgendwie der Mut gefehlt und ich war nicht mehr suverän, was man bei einem Hund wie Pino absolut sein muss. Pino hat sich dann irgendwann auch gedacht „Leck mich“ Du schickst mich sowieso besch., dann versuche ich es auf eigene Faust, was dann noch dazu geführt hat, dass es noch schlechter lief…

So – jetzt beschreibe ich mal die Aufgaben

Aufgabe 1 Suche – 2 Teams – Hunde arbeiten gleichzeit – Uhr läuft..
Richter: Ronald Pfaff

Um zur Aufgabe zu gelangen, musste man erstmal in den Wald und dort auf einen matschigen Hang klettern. Leider war es zum Schluss nicht so, wie der Steward gesagt hat (für das raufsteigen bekommt man schon mal 10 Punkte) 🙂 🙂
Dort oben auf dem Hang hat sich ein Team links von Ronald und eines rechts von ihm gestellt. Vor uns ging es nach unten in ein Brombeerfeld. Weiter hinten „nur“ dichter Bewuchs. Das Suchengebiet wurde genau erklärt und endete weit hinten an einer Wiese. Im Gelände rechts stand ein Schütze. Es wurde einmal ins Gebiet geschossen. Insgesamt gab es 5 Minuten. Roland hat gleich gesagt, dass 3 Dummys schön wären, aber die Anzahl alleine nicht nur in die Bewertung fließen. Das andere Team beginnt und schickt. In dem Moment wo der Hund pickt, schicke ich Pino. Pino ist direkt in die Brombeeren und hat zügig gefunden und gebracht. Dann schickte das andere Team wieder. Die kamen schnell zum Erfolg und Pino wurde wieder geschickt.
In der Zwischenzeit wurde auch wieder der andere Hund geschickt und somit waren dann 2 Hunde in der Suche. Das habe ich mit Pino, glaube ich, erst einmal gemacht. Er war doch irritiert und auch erfreut darüber, dass jetzt noch ein Teampartner bei ihm war. Der andere Hund hat dann recht schnell die 3 Dummys gefunden. Pino leider nur den einen…. Tröstende Worte vom Roland: Immerhin bist Du noch im Rennen…. 😦 Hier haben wir 6 Punkte bekommen

Aufgabe 2 – Doppelmarkierung im Wald mit John Juel Pedersen

Wir stehen auf einem Waldweg. Direkt vor uns liegt der Wald. Weit rechts oben und links oben stehen die Helfer. Für uns waren das schon ziemlich hohe Distanzen..keine Ahnung..mind. so 70-100m..das haben wir mitten im Wald so noch nicht richtig geübt..1. Schuss und 1. Markierung vom linken Werfer nach hinten – dann 2. Schuss und 2. Markierung wird vom rechten Helfer nach rechts hinten hinter Totholz geworfen. Die Fallstelle war nicht sichtbar. Reihenfolge war egal – ABER – dort wo der Hund hingeschickt wird, dort muss er auch arbeiten! Ich schicke Pino auf die zuletzt gefallene Markierung nach rechts zuerst. Leider ist er nicht tief genug raus und ich musste mit einem Back aushelfen. Er ist dann schön nach hinten und hat auch ohne weiteren Pfiff gebracht. Das war O.K. so weit. Dann ohne weitere Freigabe nach links. Ich habe ihn blöd geschickt und er war zu weit rechts. Anstatt ihn auf dem Weg zu stoppen und zu korrigieren, lasse ich ihn laufen und irgendwann ist er ausser Sicht. Also wieder zurückholen und handeln..Dann überläuft er auch noch die Fallstelle und hört nicht auf den Suchenpfiff 😦 – Also wieder zurückholen, da er mittlerweile wieder ausser Sicht ist – Diesesmal gestoppt und Suchenpfiff- Das hat dann schön geklappt. John Juel war super nett und hat mir auch etwas geholfen 🙂 und mit viele Tipps gegeben.Trotzdem gab es hier – Zurecht nur 7 Punkte

Aufgabe 3 – Markierung – Direkt auf dem Weg ein Fullblind
Richter: Thomas Kühn

Wir stehen direkt im Wald, der vor uns etwas abfällt. Unten ist ein Waldweg. Auf diesem steht ein Helfer. Dieser schmeisst sehr gut und weit nach hinten mitten in einen Busch. Thomas hat uns erklärt, dass hinter dem Weg (ca. 10m) ein Blind liegt, dass er gerne zuerst hätte. So – Schuss und Markierung. Nach Freigabe habe ich Pino geschickt. Punktgenau raus und sauber gestoppt und gesucht und gleich gefunden. Ich dachte – Hurra- Es geht doch!! Dann schicke ich Pino und hier hatten wir einfach nur Pech. Die Aufgabe 2 lag relativ nahe und das war für Sensibelchen Pino zu nahe. Eine Sek. bevor ich ihn über die alte Fallstelle pushen wollte, gab es aus der anderen Aufgabe viele Pfiffe. Bei jedem Pfiff aus der anderen Aufgabe ist Pino sitzen geblieben. Das war echt Mist. Pfiff aus der anderen Aufgabe und er stoppt. Dann ich: Back – 1 Sekunde später ein Pfiff aus der anderen Aufgabe und er bleibt wieder stehen. Dann wieder back und er geht punktgenau auf das Dummy und bringt es. Hier haben wir 16 Punkte bekommen.

Aufgabe 4 oder „für uns die Horroraufgabe“ da wir bei vielen anderen zugeschaut haben und es vielen Nullen gab.
Doppelmarkierung auf einer riesigen Wiesenfläche. Richter: Carsten Schröder

Wir stehen auf einer riesigen Wiesenfläche die vor uns liegt. Auf der linken Seite geht die Wiese einen kleinen Hang hoch und oben ist ein weiteres Plateau. Am unteren Hang des Plateaus in ca. 80-100 m steht Werfer 1. Dieser schmeisst die 1. Markierung hoch auf das andere Plateau. Dann Schuss 2 und Helfer 2 schmeisst Markierung 2 nach rechts auf einen Hügel. Beide Fallstellen waren nur zur erahnen. Die untere Markierung war sicher ca. 100m entfernt.. Ja – noch einmal – ich bin jetzt in F und da sind die Distanzen halt einfach deutlich höher… daran müssen wir arbeiten. Das Problem, dass die anderen oft hatten, war die Markierung oben. Der Hund war dort sehr oft nicht zu sehen. Auch war das obere Plateau mit einem Zaun abgetrennt. Unter diesem konnten die Hunde aber durch. War aber noch einmal eine optische Grenze. Dei Reihenfolge war egal, aber auch hier galt – dort wo der Hund zuerst hingeschickt wird, muss er bleiben. Wieder habe ich Pino auf die zuletzt gefallene zuerst geschickt – die untere. Pino ist schön raus – aber auch hier nicht tief genug . Also back und Pino ist tiefer – zu tief und ich habe wieder zu spät reagiert. Er war gaaanz weit hinten verschwunden. Doppelpfiff und er kam verdammt weit links (fast am Hang- wo es nach oben geht) wieder raus. Also wieder rechts rüber – leider zu tief und er ist wieder verschwunden. Er hat die Markierung oben immer auf dem Schirm und ihn hat es immer nach oben gezogen…Also jetzt noch einmal konzentrieren!! Doppelpfiff. Er kam – Auf der Höhe der Fallstelle Stopp!! Ruhe…warten…Dann RÜBER nach rechts und bei der ungefähren Fallstelle Suchenpfiff und Pino hat gefunden und gebracht. Dann ohne weiter Freigabe zur Markierung nach oben. Mensch läuft Pino ein super voran. Eine super line direkt nach oben – ohne den Kurs abzuändern direkt den Hang hoch – unter den Zaun durch – dann war er kurz nicht mehr zu sehen und ich habe ihn dann erst wieder gesehen, als er durch den weiteren Zaun durchwollte (Stacheldraht) – schnell Doppelpfiff und Suchenpfiff. Leider ist er dann zu nahe zurück gekommen und wieder back ins suchengebiet und dann gefunden und gebracht. Hier haben wir 10 Punkte bekommen – das lange Handling bei der unteren Markierng war hauptsächlich schuld.
Kommentar Carsten: Es hilft, wenn man seinen Hund in Sicht behält! Ja – das nehme ich als Wort zum Sonntag mit nach Hause!!

Aufgabe 5 (unsere 1.) Walk up Markierung und besch. Blind mit Oliver Kiraly

Da wir die erste Gruppe am Morgen in dem Gelände waren, gab es noch keine Spuren und das Gras war teilweise hüfthoch.
Ein Walkup mit 2 Teams im Gänsemarsch direkt durch das hohe Gras. Dann 1. Schuss gerade aus in ca. 50m. Dann 2. Schuss und eine Markierung fliegt nach links. Dort ging es einen Hang hinunter. Unter war ein frisch umgegrabener Acker. Dorthin flog die Markierung. Guter Werfer!! Fallstelle war sicher 70m entfernt!!Das rechte Team arbeitet zuerst und schickt nach vorne zum Blind.Stelle wurde vorher gut erklärt. Ich schickte Pino. Punktgenau auf das Dummy – kurzer Suchenpfiff und sofort gebracht. Dann war das andere Team dran. Auch die haben schön gearbeitet und das Dummy war zügig wieder da. Dann Positionstausch. Walkup – dann wieder Schuss vorne und Markierung auf den Acker. Da die Markierung für uns war, habe ich die Fallstelle nicht ausser Augen gelassen 🙂 Die anderen haben kurz auf das Blind handeln müssen. Wie langsam doch die Zeit vergehen kann…. Dann waren wir dran und ich habe Pino geschickt. Punktgenau auf das Dummy – ohne Suchenpfiff – schnell gebracht. Kommentar Oliver: Great Job! So kann der WT doch beginne – dachte ich da noch – und wir sich gestärkt zu Aufgabe 1.
Hier haben wir volle 20 Punkte bekommen.

Ja, das war unser 2. F WT und wir-bzw. ich muss noch verdammt viel lernen. Ich habe zu oft auf Hoffnung gesetzt, anstatt zu handeln. Auch muss ich ruhiger werden und mich nicht nervös machen lassen. Na ja – jetzt sind wir ja in der F – ein Zurück gibt es nicht und wir haben noch viel Zeit zu lernen.

Vielen Dank an die tollen vielen Helfer, die Sonderleitung und die Richter.

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