CWT 2014 Charity Workingtest von Vita Assistenzhunde e.V.

Wir waren das ganze Wochenende in Wiesbaden beim CWT. Bei solch einer Veranstaltung darf man einfach nicht fehlen – und das ganze für einen guten Zweck. Alle Einnahmen sind zu Gunsten von Vita Assistenzhunde e.V. Wir können wirklich nur alle dazu ermuntern Fördermitglied von Vita zu werden. Was dieser Verein leistet, ist einfach fantastisch!!!

Am Samstag waren die Schnupperer und die Fortgeschrittenen und am Sonntag die Anfänger und die Veteranen dran. Am Samstag war es trocken aber ziemlich kalt. Am Sonntag, als wir gestartet sind, hatte der Wettergott es gut mit uns gemeint – Es war sonnig und manchmal sogar recht warm. Wie immer beim CWT, war die Stimmung super. Der „Dummy Jagdtag“ begann jeweils mit den Jagdhornbläsern vom Jagdverein Wiesbaden.
Die Richter waren: Jörg Mente – Werner Haag – Harald Brunet – Sebastian Hochreiter – Rupert Hill
Schön war, das auch die Ina mit Ihrer Binah bei uns in der Anfängerklasse und der Christian mit der Chayenne in der Veteranen Klasse gestartet sind. Es war also ein schönes Wochenende mit lieben Freunden.
Wir in der Anfängerklasse waren alle in der Gruppe 1 und begannen mit Aufgabe 1. Die Ina mit der Startnummer 6, ich mit Pino hatten die Startnummer 7 und Michaela mit Jordi die Startnummer 8.

Aufgabe 1 – Rupert Hill – Doppelmarkierung im hohen Gras

Wir stehen hinter dem Schloss auf einer großen Wiese, die vor uns etwas abfällt. Links vor uns in etwa 50 m Entfernung war eine Baumgruppe. Der Werfer/Schütze stand ebenfalls 50m vor uns mitten auf der Wiese. 1. Schuss und Markierung nach links hinter die Bäume – Fallstelle war nicht sichtbar. 2. Schuss und Markierung nach rechts auf die Wiese. Die letzte Markierung musste zuerst gearbeitet werden. Zuerst war ich mit Pino dran. Pino hat schön markiert und hat die erste Markierung punktgenau gearbeitet. Dann ausrichten und Pino zur 2. Markierung geschickt. Pino ist punktgenau raus – hat sich die alte Fallstelle also gut gemerkt. Aber jetzt… Er bekommt den Duft einer wahrscheinlich attraktiven Hündin in die Nase (leider direkt am Busch neben dem Dummy) und was macht der werte Herr?? Er schnüffelt und schnüffelt und… er markiert. Dann – nach 2 strengen Aufforderungen von mir nimmt er den Dummy auf und bringt ihn Heim. Ich hätte ihn……… Ich sage es Euch. Pino macht es mir im Moment nicht einfach!!! Dahin war nach Aufgabe 1 schon die Möglichkeit einer Platzierung unter den ersten 10… Das ich keine Null bekommen habe, war sehr großzügig. Pino und ich haben hier 10 Punkte bekommen

Bei Michaela und Jordi lief es deutlich besser. Jordi ist zur ersten Markierung schnell raus und hat schnell gebracht. Auch die 2. Markierung hat er sauber und schnell gearbeitet. Deshalb haben die beiden auch 19 Punkte bekommen.

Aufgabe 2 – Harald Brunet – Markierung unten im Wald

Wir stehen mit dem Richter oben an der Waldkante. Der Wald fällt vor uns steil ab und vor uns im Wald liegt viel Totholz. Weiter tiefer unten im Wald war noch einmal dichtes Gestrüpp. Hinter diesem war eine kleine Lichtung zu sehen. Ganz links stand Schütze und Werfer. Die Markierung flog hinter dem Gestrüpp weit nach recht. Die Flugbahn war nur teilweise und die Fallstelle gar nicht zu sehen. Nach Freigabe habe ich Pino geschickt. Er ist punktgenau und was noch schöner war, wirklich gerade aus durch sämtliches Gestrüpp durch direkt zur Fallstelle. Nach einer ganz kleinen Suche hat er sofort gefunden und ist auf dem gleichen Weg schnell zurückgekommen. Dafür haben wir 20 Punkte bekommen

Hier lief es für Michaela und Jordi nicht ganz so gut. Michaela hat Jordi geschickt. Er ist schnell raus. Leider hat er nicht den direkten Weg zur Lichtung genommen und deshalb unten etwas die Orientierung verloren. Er kam leider wieder etwas zurück und musste von Michaela wieder tiefer geschickt werden. Dann Suchenpfiff und Jordi hat gefunden und gebracht. Hier haben die beiden 14 Punkte bekommen.

Aufgabe 3 – Jörg Mente – Markierung und Dummy welches nachgelegt wurde

Diese Aufgabe war, so fanden wir, die kniffligste. Wir stehen mit dem Richter auf einem Waldweg. Weit vor uns in ca. 50m Entfernung sind die Helfer auf dem Waldweg zu sehen. Jörg wollte, dass wir mit dem Hund ziemlich zügig nach vorne laufen. Bei dem Schuss der kommt, sollen wir stehen bleiben. Erst kurz später wurde die Markierung mit viel Kraft nach links oben mitten in den dichten Birkenwald geworfen. Von uns aus konnte man nix sehen. Bei der Aufgabe hieß es also „Lass Deinen Hund arbeiten und vertraue ihm“. Dann kam Jörg von hinten nach und hat einem Frei gegeben. Ich habe Pino geschickt. Er ist gleich links hoch in den Wald und war nicht mehr zu sehen. Die einzige Orientierung, die man hatte, war die Helferin, die die Hand hob, wenn der Hund gefunden hat. Die Helferin stand weit vorne und konnte von dort in den Wald schauen. Pino kam schnell zurück. An die gleiche Stelle wurde ein Dummy nachgelegt. Nach Freigabe habe ich Pino noch einmal geschickt. Auch dieses mal hatte man keine Chance etwas zu machen, da man seinen Hund nicht sehen konnte. Ich war doch sehr erleichtert, als die Helferin die Hand hob. Pino kam dann auch schnell mit Dummy aus dem Wald. Hier haben Pino und ich 18 Punkte bekommen.

Die Michaela und der Jordi haben es sich hier selber etwas schwer gemacht.
Die Michaela war so im drive, dass Sie bei dem Schuss nicht stehen geblieben ist, sondern einfach weiter gelaufen ist und der Richter rufen musste „Stehen bleiben“ Von der nun schlechteren Position für Jordi hat sie ihn dann auf die Markierung geschickt. Jordi ist in den Wald und hat gesucht und gefunden. Jetzt wollte der Jörg aber, dass die beiden wieder zurück auf die eigentlich besprochene Position gehen. Dass haben die beiden dann auch gemacht und von dort hat Michaela den Jordi dann auf das nachgelegte Dummy geschickt. Er ist rein in den Wald – kam leider ziemlich schnell wieder zurück zur Waldkante und wollte von der Michaela wissen, was nun?? Also wieder back in den Wald. Es hat dann ziemlich lange gedauert – aber er hat gefunden und gebracht.
Dafür haben die beiden 14 Punkte bekommen.

Aufgabe 4 – Werner Haag – Doppelmarkierung im Wald

Wir stehen beim Werner an der Waldkante an einem Weg. Vor uns fällt der Wald steil nach unten ab. Links unten seht Schütze 1. Dieser steht so weit links unten, dass der Hund diesen eigentlich nur sehr schlecht sehen kann, da es zum Wald ziemlich steil nach unten ging und an der Kante auch hohes Gras gewachsen ist. Werfer 2 steht geradeaus im Wald vor uns. Schuss 1 und Werfer 1 schmeißt die Markierung ca. 7m nach rechts. Ob das für den Hund so alles sichtbar war? Ich war mir da nicht sicher. Dann Schuss 2 und Werfer 2 schmeißt unsere Markierung kräftig im Tiefflug ca. 40 m nach rechts in eine Tannenschonung. Auch hier war dann nicht mehr viel zu sehen. Diese 2 Markierungen hatten es auf jeden Fall in sich. Es gab nur eine Freigabe. Die Reihenfolge war dem Werner egal. Ich hab Pino auf die rechte Markierung zuerst geschickt, da ich hier sicherer war, das Pino etwas gesehen hat. Pino hat die vorgegebene Richtung genau angenommen und ich musste keinen Suchenpfiff setzen, denn er hat sofort gefunden und schnell gebracht. Dann ausrichten zu Markierung 1. Gut geschickt – schnell gefunden. Den Suchenpfiff hätte ich mir hier schenken können, denn diesen habe ich gesetzt, als er den Dummy selber schon gefunden hat. Auch hier schnell gebracht. Hier haben wir wieder die volle Punktzahl bekommen – 20 Punkte.

Bei Michaela und Jordi lief es arbeitstechnisch eigentlich gut – Aber.. Das hat er noch nie bei einem WT gemacht…
Michaela hat Jordi auch zur rechten Markierung zuerst geschickt. Diesen Dummy hat Jordi auch schnell gefunden. Typisch Jordi, wollte er dann auf dem Rückweg schon einmal schauen, wo der andere Dummy liegt – Also Doppelpfiff. Dann hat sie Jordi zur linken Markierung geschickt. Was macht Jordi – Er rennt wie ein Verrückter geradeaus nach unten in den Wald und…. Er löst sich. So ein „Mist“  Dadurch hat Jordi selber den anderen Dummy nicht mehr auf dem Schirm gehabt und musste eingewiesen werden. Dafür haben die beiden 12 Punkte bekommen.

Aufgabe 5 – Sebastian Hochreiter – 2 Markierungen hinter einander im Wald.

Wir stehen auf einem Waldweg. Vor uns steigt der Wald steil nach oben an. In ca. 30m steht Schütze/Werfer 1. Schuss und Markierung fliegt nach links. Diese darf nach Freigabe gearbeitet werden. Ich habe Pino geschickt und er hat die erste Markierung super schön gearbeitet. Dann Pino ins Fuss und Schuss 2 und Markierung 2 fällt ca. 10 m hinter Markierung 1. Wieder nach Freigabe habe ich Pino geschickt. Leider ist er an Fallstelle 1 hängen geblieben. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass er selbständig nicht nach oben kommt, da er zu weit links war. Also Stopp und dann back nach schräg rechts oben. Er hat wirklich genau meine geplante Linie angenommen, dann Suchenpfiff und Pino hat sofort gefunden und gebracht. Dummy abgegeben und Pino musste noch einmal zur Freude hüpfen…
Kommentar Sebastian Hochreiter: 1 Markierung perfekt. Bei der 2. Hast du doch viel helfen müssen und was ihm gar nicht gefällt ist die Hüpferei… Da hab ich schon gewusst, dass ich nicht nur 2 Punkte abgezogen bekomme. Hier haben wir 15 Punkte bekommen.

Bei Michaela und Jordi lief es hier dafür wirklich gut. Jordi hat beide Markierungen sauber gearbeitet. Sie hat den Kommentar bekommen: Sehr schöne Arbeit. Die beiden haben hier 18 Punkte bekommen.

Unsere Ergebnisse:

Es waren insgesamt 50 Starter und viele haben diesen WT nicht bestanden.

Ich und Pino: Wir haben Platz 17 mit 83 von 100 Punkten erreicht und ein Sehr Gut bekommen. Durch die 10 Punkte Abzug wegen dem Scheiß, den sich Pino bei Aufgabe 1 erlaubt hat, haben wir unser vorzüglich verloren.

Michaela und Jordi: Die beiden haben Platz 22 mit 77 von 100 Punkten erreicht und ein Gut bekommen.

Ich und Pino werden jetzt für die nächsten Monate erst einmal ein Pause vom WT – Geschehen machen und ordentlich an unseren Baustellen arbeiten und sicher das eine und andere „Mitarbeiter Gespräch“ führen müssen…

Jordi hat seinen Job eigentlich ganz gut gemacht. Klar – das was beim Werner passiert ist, hätte nicht sein müssen. Aber niemand kennt Jordi so gut wie ich und ich weiß selber, da ich Jordi ja selber eine ganze Zeit geführt habe, wie schwer es ist, diesen Dickkopf zu lenken. Er ist keine Arbeitslinie und das Training ist ein ganz anderes als mit Pino.

Super Genial war das Ergebnis von der Ina mit Ihrer Binah. Die beiden haben die 9. Platz erreicht und ein Vorzüglich bekommen!

 

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